Ewald Tusch Buchhalter
Ewald TuschBuchhalter

Einnahmen - Ausgaben - Rechnung

Diese Einkommensart ist im Einkommenssteuergesetz §4 Abs. 3 geregelt:

 

"Der Überschuss der Betriebseinnahmen über die Betriebsausgaben darf dann als Gewinn angesetzt werden, wenn keine gesetzliche Verpflichtung zur Buchführung besteht und Bücher auch nicht freiwillig geführt werden ....."

 

Das heißt folgende Steuerpflichtige Personen können diese vereinfachte Form anwenden:

 

-  Land- und Forstwirte mit einem Einheitswert bis zu EUR 150.000,00

-  Selbstständige sogenannte Freiberufler wie Steuerberater, Psychologen,              Journalisten, Hebammen, Rechtsanwälte, Ärzte, Schriftsteller

-  Gewerbebetrieb wenn der Jahresumsatz unter EUR 700.000,-- liegt

   (bei Lebensmitteleinzelhandel unter EUR 1.000.000,00)

 

Die Vorteile:

 

- Die Belegablage bzw. die Aufzeichnungspflicht ist einfacher (weniger Kosten        bzw. weniger Zeitaufwand für ihre Buchhaltung)

- es muss keine Inventur durchgeführt werden

- keine Aufzeichnungspflicht über die Offene Posten (Kunden und Lieferanten         (Empfehlenswert aber trotzdem)

- es müssen keine Abgrenzungen gemacht werden

- Die Umsatzsteuer wird nach vereinnahmten Entgelt berechnet=IST-Besteuerung

 

Die Nachteile:

 

- Es gibt kein abweichendes Wirtschaftsjahr

- Es können leicht Einnahmen bzw. Ausgaben vergessen werden

- Da es keine Rückstellungen gebildet werden können ist die steuerliche Abgabe     sehr beschränkt zu beeinflussen.

- Die Vermögenswerte werden nicht angezeigt. 

Welche Pflichten der Aufzeichnung gibt es bei der E/A Rechnung

 

- Die Allgemeine Aufzeichnungspflicht §126 (1) BAO

   "Die Abgabepflichtigen und die zur Einbehaltung und Abfuhr von Abgaben            verpflichteten Personen haben jene Aufzeichnungen zu führen, die nach              Maßgabe der einzelnen Abgabenvorschriften zur Erfassung der                           abgabepflichtigen Tatbestände dienen."

 

- Die Besondere Aufzeichnungspflicht §126 (2) BAO

   "Insbesondere haben Abgabepflichtige, soweit sie weder nach §§ 124 oder 125    zur Führung von Büchern verpflichtet sind, noch ohne gesetzliche Verpflichtung    Bücher führen und soweit Abgabenvorschriften nicht anderes bestimmen, für      Zwecke der Erhebung der Abgaben vom Einkommen und Ertrag ihre                    Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben aufzuzeichnen und zum Ende eines      jeden Jahres zusammenzurechnen."

 

- Äußere Form der Aufzeichnungen

  - Lebende Sprache

  - Keine Verwendung mit leicht entfernbaren Schreibmittel (Bleistifte o.ä.)

  - keine leeren Zwischenräume ("Buchhalternasen"

  - Keine Änderungen möglich (v.a. zeitlich)

  - Keine Buchung ohne Beleg!!!

 

- Grundsätze der odnungsgemäßen Buchhführung: (kurz GOB)

   - Wahrheitsgetreu

   - Richtig = der Realität entsprechend

   - Vollständig = lückenlos

   - Ordentlich!!!

   - Lebende Sprache (Kein Latein!)

   - zeitlich geordnet

   - für eine 3. Person nachvollziehbar

   - zeitgerecht

 

Wenn schwere Mängel bei oben angeführter Buchführungsgrundsätze von einen Betriebsprüfer festgestellt wurden, kann der Prüfer eine Schätzung veranlassen!!!

 

Erforderliche Aufzeichnungen

 

- Erfassung der Betriebsein- und ausgaben

- Einzelaufzeichnung von BAR-Geschäften ab 01.01.2016

- Wareneingangsbuch

- Anlagenvereichnis

- Lohnkonten, wenn Dienstnehmer beschäftigt werden

- Belegerteilungspflicht für BAR-Zahlungen ab 01.012.016

- Registrierkassenpflicht bei Überschreiten der Bar-Umsatzgrenzen

 

Ewald Tusch

Steckbrief:

 

Name: Ewald Tusch

Kinder: 1 Tochter (11 Jahre)

Alter: 44 Jahre

Berufserfahrung:

Seit Jänner 2017 als Buchhalter selbstständig und über 20 Jahren in der Buchhaltung (als Buchhalter oder Leitung der Buchhaltung) bei den verschiedensten Firmen in den unterschiedlichsten Branchen tätig. Auch habe ich sehr viel Erfahrung in der Lohnverrechnung und Kostenrechnung.

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