Ewald Tusch Buchhalter
Ewald TuschBuchhalter

Vermietung und Verpachtung

 

Sie besitzen eine Immobilie, welche Sie an jemanden Privat oder Gewerblichen vermieten möchten, dann sind diese dem Finanzamt gegenüber zu melden.

 

Es können für diese Vermietung Einkommensteuer, Umsatzsteuer und Gebühren anfallen.

 

Einkommensteuer

 

Die Vermietung und Verpachtung ist sogar eine eigene Einkunftsart im Einkommenssteuergesetz (7 Einkunftsarten)

 

Wie werden die Einkünfte aus "Vermietung und Verpachtung" ermittelt?

 

Im Prinzip wird "nur" eine Einnahmen- und Ausgaben Rechnung gemacht.

 

- Einnahmen: dazu zählen natürlich die eingenommen Mieten und Betriebskosten.

- Ausgaben: (das Finanzamt sagt dazu Werbungskosten) das sind die Ausgaben                      die dazu im direkten Zusammenhang mit der Vermietung stehen.                        Betriebskosten, Zinsen für die Finanzierung, Absetzung für                                  Abnutzung (Afa)

 

für Werbungskosten, die nicht regelmäßig jährlich anfallen, gelten besondere Regelungen. 

 

ACHTUNG: seit 1.1.2016 gibt es eine Änderung bei der Abschreibungsdauer von                     Instandsetzungen, Instandhaltungen und Herstellungsaufwände.

 

Umsatzsteuer

 

Im Prinzip unterliegen alle Einkünfte der Vermietung und Verpachtung der Umsatzsteuer. Wer jedoch unter der Grenzen von EUR 30.000,00 (Nettogrenze) jährlich liegt, der kann sich von der Umsatzsteuer als Kleinunternehmer befreien lassen. (Achtung: Dafür kann auch keine Vorsteuer gelten gemacht werden)

 

Man kann auch auf die Kleinunternehmerregelung verzichten und ist somit Umsatzsteuerpflichtig aber auch Vorsteuerabzugsberechtig. 

 

Vermietung von Geschäftsräumen: anzuwendeter Steuersatz 20%

Vermietung von Wohnräumen:       anzuwendeter Steuersatz 10%

Vermietung von Garagen:              anzuwendeter Steuersatz 20%

 

Gebühren

 

Für jeden Mietvertrag, der unterschrieben ist, muss beim Finanzamt für Gebühren eine Vertragsgebühr erklärt und die Gebühr entrichtet werden.

 

Das Formular dazu, Geb1, muss ausgefüllt und die Steuer selbst berechnen und beim Finanzamt abzugeben und die Gebühr zu überweisen.

 

Arbeitnehmerveranlagung 

 

Du hast noch nie einen Steuerausgleich (auch Arbeitnehmerveranlagung genannt) gemacht? Dann wird es Zeit dir die zuviel bezahlte Lohnsteuer vom Finanzamt zurückzuholen. Und keine Angst vor dem Finanzamt. Durchschnittlich bekommt ein jeder Lohnsteuerausgleich ca. EUR 300,00 pro Jahr.

 

Trotzdem nutzen viele Österreicher den Steuerausgleich nicht – obwohl er überraschend schnell und einfach zu erledigen ist.

 

Dank der Steuerreform im Juli 2017 wurde die Arbeitnehmerveranlagung sogar vereinfacht: In den meisten Fällen musst du gar keinen Antrag mehr stellen, sondern bekommst dein Geld automatisch überwiesen.

 

An und für sich eine Gute Sache aber bitte kontrolliert alle Bescheide das auch alles mitberücksichtig wurde. Das Finanzamt kann ja nicht alle Positionen wissen, die ihr ausgegeben habt. (Einmalige hohe Kosten etc..)

 

Der "Steuerausgleich" kann rückwirkend bis 5 Jahren noch gemacht werden.

 

Ewald Tusch

Steckbrief:

 

Name: Ewald Tusch

Kinder: 1 Tochter (11 Jahre)

Alter: 44 Jahre

Berufserfahrung:

Seit Jänner 2017 als Buchhalter selbstständig und über 20 Jahren in der Buchhaltung (als Buchhalter oder Leitung der Buchhaltung) bei den verschiedensten Firmen in den unterschiedlichsten Branchen tätig. Auch habe ich sehr viel Erfahrung in der Lohnverrechnung und Kostenrechnung.

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© Ewald Tusch